Berlin, Bundesplatz 2014

Foto © Arwed Messmer/LUX-Fotografen

Osnabrück, Neumarkt 1953

Foto: Kurt Löckmann, entnommen aus: Wido Spratte, Osnabrück 1945-1955, Werner, © NOZ Medienarchiv

Berlin, Bundesplatz 1950er Jahre

Foto © Villa Oppenheim, Museum Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Archiv

Osnabrück, Neumarkt 2017

Foto: Nicolai Schlepphorst © Stadt Osnabrück

Plätze in Deutschland - 1950 und heute

Wanderausstellung zu Gast im martini|50

Veranstaltung:

Ausstellung

Datum:

21. Juni bis 14. Juli 2017

Veranstalter:

Stadt Osnabrück und martini|50 forum für architektur & design

Ort:

martini|50 forum für architektur und design, Martinistraße 50, 49078 Osnabrück

Manchmal lohnt sich ein Blick zurück, um das Jetzt bewusster wahrnehmen zu können. Einen direkten Vergleich von Vergangenheit und Gegenwart zieht die Wanderausstellung "Plätze in Deutschland - 1950 und heute". In Kooperation mit der Stadt Osnabrück wurde die Ausstellung vom 21. Juni bis zum 14. Juli 2017 im martini|50 forum für architektur & design präsentiert und stellte Nachkriegs-Photographien deutscher Plätze aktuellen Standortaufnahmen gegenüber. Dabei will die vom Deutschen Institut für Stadtbaukunst an der TU Dortmund konzipierte Ausstellung insbeondere auf die Versäumnisse in der Planung des Stadtraums der letzten 40 Jahre aufmerksam machen.

​Seit Jahrhunderten fungieren die Plätze deutscher Städte nicht mehr nur als Handelsraum, Treffpunkt für Stadtbewohner und repräsentatives stadträumliches Zentrum, sondern auch als Knotenpunkt stetig zunehmender Verkehrsgefüge. Diese Verbindung von Ästhetik und Funktionalität machte den Platz gleichermaßen zu einem attraktiven Ort des Verweilens. Besonders in den 1950er bis 1970er Jahren setzte sich jedoch das Leitbild einer verkehrsgerechten Stadt gegenüber der Aufenthaltsqualität der Plätze durch. Stadtautobahnen, Hochstraßen, Tunnel und Rampen - viele Plätze wurden in der Nachkriegszeit Opfer einer funktionalen Stadtplanung, die historische Strukturen und Maßstäbe gänzlich in den Hintergrund rücken ließ. Die ausgestellten Photographien zeigen Negativbeispiele aus der Vergangenheit, um die fundamentale Bedeutung der Plätze in Deutschland zurück in das Bewusstsein der Gegenwart zu rufen.

Website des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst an der TU Dortmund